
Update zum Thema flotte Winker bzw. LED im Ovali oder Brezel
- AndrewCologne
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Seit der Konstruktion und Auslieferung jener Fahrzeuge hat es nie parallel 2x20A Sicherungen bei der Beleuchtung im Bordnetz des Käfers gegeben, kurzzeitige Stromspitzen, wenn wie von Dir beschrieben anliegend, machen dem System nichts aus und haben noch nie ein Kabel im Käfer durchbrennen lassen – wenn alles original dimensioniert ist etc.Günter schrieb: Hast du aber mal geschaut, was passiert, wenn du von Abblenlicht auf Fernlicht oder umgekehrt umschaltetest - einfach mal den Fuß auf dem Schalter stehen lassen, dann siehst du es: Fern-/und Abblendlicht sind gleichzeitig an!
Bei deiner angenommenen maximalen Stromstärke von 15A pro zwei Leuchtmittel werden aber beim "Umschalten" (auch vielleicht nur kurzzeitig) immer zweimal 15A benötigt.
Daher nochmal, die originalen Kabelquerschnitte sind den Im Käfer anliegenden Ampere Strömen gewachsen und zudem ausreichend, mit einem "korrekt abreitenden Regler" an allen Verbrauchern 6v anliegen zu lassen – sofern alle Verbraucher die Gesamtlast der Lima nicht überschreiten, denn dann regelt der Regler runter.
Siehe Beitrag von Markus bzgl. Trägheit von Sicherungen , .... und selbst wenn alle Leuchten an wären: 40 Ampere würden vorab vom Regler heruntergeregelt und ... wenn den wirklich das Umschalten von Abblendlicht auf Fernlicht solche Stromspitzen, wie von Dir angenommen verursachen, dann würden reihenweise die normalen 8A Sicherungen bei allen Käfern durchbrennen, wenn zwischen Fern- und Abblendlicht umgeschaltet wird. Sehe Dir den Verlauf und die Platzierung der Sicherungen an, da gehen keine 20A Spitzen durch, denn Fern- und Abblendlicht besitzen getrennte Leitungen und sind getrennt abgesichert – vor dem Verbrauchern und somit nicht vor dem Schalter.Da die Dimensionierung einer Sicherung immer etwas höher sein sollte, als die maximale Last eines Stromkreises, habe ich pro Schaltkreis für jeweils Abblendlicht und Fernlicht eine 20A-Sicherung angedacht, was dann insgesamt 40A sind.
(Bzgl. Sicherung und Abblendlicht, da gibt es eine Ausnahme, ... siehe unten)
Auch wenn Du diese Frage an Markus gestellt hast, eine Antwort von mir.Wie würdest du denn einen 6 Volt Kabelstrang absichern, wo als Dauerlast 8A aufliegen und kurzzeitig auch dessen doppelte Stromstärke vorhanden ist, wobei dann nochmals "paar Ampere" dazukommen, weil beim Einschalten einer Glühbirne immer die höchste Stromaufnahme stattfindet.
Selbst ein 45w Faden in einer Scheinwerfer-Birne mit bei 6v anliegenden 7.5 A wären mit einer 8A Sicherung ausreichend abgesichert, Spitzen werden via Trägheit de Sicherung kompensiert und der Kabelquerschnitt von 1,5mm2 hält diese extrem kurze Spitze auch locker aus.
Ich würd niemals die Sicherheit eines anliegenden Strombedarfs durch einen Verbraucher mit lediglich der Wahl einer Sicherung sehen.
Es ist immer die Frage, was zieht der Verbraucher an Dauerlast und danach würde ich vorab den Kabelquerschnitt wählen.
Im Ovali hat der Kabelquerschnitt zu beiden Scheinwerfen 2.5 mm2 (vor deren Aufteilung hin zu re und li – ab da 1,5 mm2), bedeutet, die Kabel halten mit 2,5mm2 eine Belastung von ca. 15 Ampere ohne Probleme locker aus, mit einer 8A Sicherung pro Seite (wo dann bei 1,5mm2 jeweils bis zu 10 Ampere fließen dürfen) liegt man sodann richtig, Eine Birne = 35w = 5,8A, mit 8A also locker abgesichert.
Und selbst im Teil der Leitung, wo 2x35 Watt anliegen (12A!) , sprich vom Lichtschalter hin zum Fernlicht-Umschalter, reicht der Querschnitt von 2.5mm2 – aber hier wird nicht abgesichert, sondern erst nach der Teilung der Leitung hin zu den Verbrauchern re und li.
Und btw, ... die alten Ovali-Kabelbäume im Original haben lediglich das Fernlicht abgesichert! Siehe Anhang. Wa bei mir vor der Restauration auch so und wurde von dem Vorbesitzer oder einer Werkstatt in den vielen Jahren davor, banal "vor" dem Fernlicht-Umschalter mit 16A via fliegender Sicherung abgesichert. Wenn also eine Seite eines Abblendlichts hätte diese durchknallen lassen, wäre hätte es neben komplett ausgefallenem Abblendlicht auch komplett kein Fernlicht mehr gegeben.
Wenn also beim Abblendlicht ein Kurzschluss entsteht, sind das Kabel mit seinen 2,5mm2 bzw. die Kontakte und Schalter die Schwachpunkte.
Daher ist es immer ratsam bei Restaurierungen eine 2te Sicherungsdose zu verbauen, wo auch beide Seiten des Abblendlichts getrennt mit 8A abgesichert sind.
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- Markus H.
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Zuerst möchte ich mich entschuldigen bei Günter für die Bezeichnung „Funkenzieher“. Offensichtlich keine gute Andeutung, aber so nennten mich meine Kameraden schon bei Scouting als ich 12 Jahre alt war, nicht ohne Grund… Also bestimmt nicht böse gemeint !!
Danke für die eingehende Antwort von Andrew. Ich kann da nur völlig zustimmen. Die elektrische Anlage war ab Werk natürlich schon ausgelegt für 6 Volt und dafür richtig dimensioniert !
Jedoch gab es ab 1952 bis 1957 einige Änderungen im Schaltplan, und selbst in Leitungsquerschnitten.
Ich verstehe noch immer nicht, weshalb das Schaltbild und die Sicherungsbestückung vom Zwitter und Brezel nicht auch später (ab 1954) erhalten wurden. Ursprünglich gab es eine 6-Fach Sicherungsdose, wovon 2 Mal für Fernlicht, 2 Mal für Abblendlicht (also alles separat !) und eine Sicherung für beide Standlichter (Bild).
Das 1954 Schaltbild vom Reparaturleitfaden ist zwar sehr ähnlich zu das von Andrew gezeigte, aber es gibt kleine Unterschiede. z.B. die Abzweigung zur Abblendlicht rechts (gelb) wird als 2,5 mm2 angegeben.
Schaltplan „ab August 1955“ enthält auch Mehrausstattungen (USA) mit Blinker am Kotflügel. Aber wieso dann die Leitung (jetzt nur 1,5 mm2) zur R-Abblendlicht jetzt ergänzt wird mit einen 2,5 mm2 „Bypass“?
Ich experimentiere fast nie direkt am Auto, oder ich ersetze den Batterie durch ein Conrad Labor-Netzgerät wo man nicht nur den Spannung genau festsetzen kann (per 0,1 Volt), aber auch die maximal erlaubte Strom (0,1 bis 12,0 Ampere). Reicht fast immer aus!
Interessantes Experiment damit war, den Strombedarf einer BA20D 45/40 Watt Duplo-Lampe festzulegen. Schau mal, wie die viel grösser wird bei ansteigenden Bordspannung (natürlich direkt am Leuchtmittel gemessen, nach Abzug aller Verluste von Leitungen, Schalter u.s.w.).
Ich werde versuchen die Messkurven hier dazustellen.
Gruss,
Marc / NL
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- AndrewCologne
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sehr schöne Darstellung via Diagramme!
Ja, das o.g. Leuchtmittel leistet 45 Watt bei 6 Volt, bedeutet für mich: R = U2/P entspricht (6*6)/45 demnach 0,8 Ohm
I = U/R ... demnach ...
bei 6 Volt --> 6/0.8 = 7,5 Ampere
bei 7 Volt --> 7/0.8 = 8,75 Ampere (bei konstantem Widerstand)
Nur, bei der Birne ist der Widerstand auch nicht konstant, sondern ändert sich mit Temperatur. Daher zieht die Glühbirne beim Einschalten mit geringstem Widerstand am meisten Strom – auch ein Grund warum sie meistens, wenn dann, beim Einschalten durchbrennen.
Sehr interessant:
dschirdewahn.de/Gluebirne_Ohm.pdf
Hier ist beschrieben, wie die Kurve der Stromstärke, mit höherer Temperatur der Glühbirne und somit höherem Widerstand, proportional immer stärker abflacht
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- Günter
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ich habe jetzt die Schaltung meinem Betrag (4593) gebaut. Verwendet habe ich zwei 120W Spannungswandler (6 auf 12Volt) und zwei 12 Volt Schließer-/Öffner Relais, sowie jeweils einen 10A Sicherungsautomaten pro Kabelstrang zum Abblendlicht links, rechts, Fernlicht links und rechts - also vier Stück.
Hier die handskizzierte Schaltung:
und hier die gebaute Schaltung:
Heute habe ich die Schaltung "in Betrieb" genommen mittels eines provisorischen Aufbaus, wie man es in dem nachfolgendem Video sieht:
DSCN3432.AVI
Gruss.
Günter.
www.file-upload.net/download-14447887/DSCN3432.AVI.html
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- Günter
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- AndrewCologne
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Was mir aufgefallen ist, ... ich verstehe immer noch nicht, warum du oben einen 12v Wandler nutzt, um damit unten ein 12v Release anzusteuern. Hier kannst du ohne Probleme unten ein 6 V Relais/Wechsler nehmen, mit eben dem 6 V Schaltstrom via dem Fußschalter, um die 12 V zw. klemmen 30 und 87/87a zu schalten .Sicherungen unten können standard 8a Torpedosicherungen sein.
Ich habe Dir mal einen etwas abgeänderten Plan angehnagen, der es ebenso berücksichtigt, dass man alles auch fix wieder auf Original umrüsten kann und das ganze zudem auch recht Zeitgenöissich im Metallgehäuse daherkommt.
Wenn Du eh pro Seite einen 12v Wandler mit jeweils 12a nimmst und diesen dann pro Seite nur mit max 5a belastest (z.B. 60 Watt), werden diese auch kaum warm. SO könnte man diese ebenso in ein Metallgehäuse packen und an die Metallwände des Gehäuses befestigen, das so zudem Wärme aufs Gehäuse abgeleitet wird.
Die Sicherungen ließen sich prima via Sicherungsdose aussen am Gehäuse anbringen, wo daran dann direkt die 4 Kabel der Abblend- und Fernlichter angeschlossen werden.
Den habe ich heute im Büro aus dem Kopf aufgebaut, auf Basis eines Plans, den ich mal für meinen Ovali erstellt hatte.
VG
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- Günter
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Ich habe oben einen 6 auf 12Volt Wandler verwendet, weil er ein "Relikt" der vorherigen "LED-Schaltung" war und davor und immer noch für meine 12Volt hintere Blinkerschaltung dient.
Es ist also vorhanden, daß 12Volt am Fußschalter anliegen und somit auch dessen Ausgang für Fernlicht 12 Volt ist - auch ist eine 12 Volt Kontrollleuchte für Fernlicht verbaut.
Natürlich - und das weiß ich - ist der "obere" Spannungswandler völlig entbehrlich. Erforderliche 12 Volt hätte ich auch von einem der beiden Spannungswandler der Schaltung abgreifen können oder ich hätte vollständig darauf verzichtet und statt 12 Volt-Relais 6Volt-Relais verwendet.
Geplanter Einbauort des "Modul" soll oberhalb des Handschuhfacheinsatzes geschehen und mittels dessen Spannbandes befestigt werden, wobei dann die untere Plexiglasplatte auf dem Handschuhfacheinsatz liegt und das Spannband darüber. Ob dies dann eine ausreichende Befestigung ist und ob das so einfach funktioniert, weiß ich noch nicht - eventuell werde ich bezüglich der Befestigung nachbessern müssen.
Grund dieser Platzierung: Dort ist ausreichend Platz für das "Modul" ohne das es in restlichen Kofferraum hineinragt - auch sollte eine ausreichende Wärmeabfuhr der Spannungswandler gewährleistet sein.
Gruss.
Günter.
P.S.: Neben der Schaltung noch was zum "Lichtbild" mit den H4 Glühbirnen: Nach meiner Ansicht so wie es sein sollte und somit "Top"!
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- swfreund
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Ich schließe mich hier Andrej an und verstehe auch nicht was dieser 12 Volt Scheinwerfer Umbau überhaupt soll.
Oder hast so fest im Kopf verankert: 6 Volt schlechtes Licht und 12 Volt gutes Licht ??
Wenn Du die gleichen Leuchtmittel benutzt, welche es für 12 Volt und 6 Volt gibt,so hast Du absolut das gleiche Licht. Vorausgesetzt, Du hast auch garantiert 6 bis 6,2 Volt an den Glühbirnen anliegen!
Fast alle denen ich die 6 Volt Anlage an ihren VW`s aufgepeppt habe, haben mir das auch nicht geglauben wollen,bis ich sie nach der Kur eines Besseren belehren konnte.
Mit freundlichem Gruß Wolfgang
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- AndrewCologne
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Ich denke mal, die Option mit 35/35 Watt oder gar 40/45 Watt bei 6 Volt ist ihm von der Leuchtkraft/Wattzahl nicht genug, daher der Wunsch nach H4 (55/60?) mit 12v. Nur, sodann wären ja, als weiteres Verlassen der Originalität, zudem neue Scheinwerfer mit H4-Aufnahmen nötig, da mit ba20d und Fadenbirnen -meiner Kenntnis nach- bei 40/45 Schluss ist.
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- swfreund
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Wenn man an dem Sockel BA20 D aus Orginalitätsgründen festhalten will und sich nicht für LED entscheidet gibt es aktuell noch
Halogen Biluxlampen in 35/35 Watt 6 Volt bei bei Lampengrossier.nl für sage ind schreibe 2,75 € das Stück. Ich selbst habe mir ein Dutzend gekauft. Nachteil dieser "Bosma Lamps " ist die relativ kurze Lebensdauer und die liederliche Ausrichtung der beiden Glühfäden insbesonders des Abblendfäden. Ich habe dem Händler mal kostenfrei zwei zurückgesendet,damit er sich sein (China) Produkt mal ansieht.
Zur Lebensdauer jetzt mal eine kleine fast nicht glaubbare Geschichte: Ich habe für einen Kollegen einen VW 82 neu verdrahtet und ihm auch zwei solcher Leuchtmittel eingebaut und ihm 4 Ersatzglühlampen mitgegeben. Nach fünf Wochen rief er mich an und sagte, daß schon alle Ersatzglühlampen verbraucht wären und zwar nur bei dem rechten Scheinwerfer!!! Darauf konnte ich mir keinen Reim machen und fragte mal ein paar "Alte" ob ihnen ein solches Phänomen schon mal begegnet ist. Und tatsächlich,einer wußte was: Der vordere rechte Stoßdämpfer ist defekt und durch das Vibrieren des Rades wird der glühende Lampenwendel abgezittert. Und so war es auch!!!!
Aber trotzdem diese Lampen halten nicht arg lange. Auch gibt es noch diese Ausführung in 45/45 watt bei Schulzik.de zu einem Wucherpreis für 18 €. Das sind garantiert Restbestände, da lat Auskunft eines Importeurs die schon lange nicht mehr hergestellt werden. Mit diesen 45/45 Watt Lampen und 6 Volt am Sockel hat man richtig helles Licht. Besser geht es m.M. bei den liegenden Scheinwerfern des Käfers nicht.
Auch wird leider oft nicht beachtet,daß total verkratzte Streuscheiben und miese Spiegel verbaut sind.
mfG Wolfgang
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