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KdF Wagen Typ 60, Baujahr 1943

KdF Wagen Typ 60, Baujahr 1943

Fgst. Nr.: 1 – 019 539,   Aufbau Nr.  519
Collection Richard Hausmann

Dieser KdF Wagen Typ 60 wurde am 23. April 1943 gebaut und am 29. Mai 1943 zusammen mit acht identischen Wagen an die NSKK (Nationalsozialistisches-Kraftfahr-Korps), Transportgruppe Todt in Berlin ausgeliefert.

Ich habe diesen KdF von Peter Pförtner Ende 2009 gekauft. Kurz vorher erwarb Peter den Wagen von der Firma VW Rösch in Pforzheim, wo er seit dem Ende der 50er Jahre in einer Halle stand und auch in den einschlägigen Kreisen bekannt war. Oskar Rösch hatte den KdF damals laut einer handschriftlichen Aufzeichnung von einem „Mann, der aus Afrika kam und dort an einer Rallye teilgenommen hat“, in Zahlung genommen. Er wurde damals repariert und notdürftig restauriert.

Der KdF war noch sehr original: Das Fahrgestell passt zum Aufbau, die Tank- und Ersatzradpartie sind original, wenn auch ein frontaler Crash scheinbar den Aufbau etwas verkürzt hatte. Das Brezelfenster original, ebenso recht wenig Rost in den Ecken der Bodenplatte und der Radkasten. Die Türen sind original, wenn auch etwas verbeult, ebenso sind die beiden Hauben passend und original KdF mit den richtigen Aufbaunummern eingeschlagen.

Zunächst wurde der KdF technisch aufbereitet und mit einigen Originalteilen wie den richtigen Stoßstangen, Nase und Lenkrad ausgestattet, um am Bad Camberg-Treffen 2010 teilnehmen zu können, natürlich auf eigener Achse.

Nach diesem ersten öffentlichen Auftritt seit vielen Jahren wurde der KdF in ca. 18 Monaten von Jacek Krajewski in Warschau und die Technik von Roman Sobkowiak in Poznan komplett restauriert, immer unter Erhaltung des originalen Blechs bzw. der Teile. So sind bei dem Typ 60 sogar die Bodenbleche noch original!  

In der Zwischenzeit hatte ich auch noch einen originalen KdF Typ 60 Motor in den USA letztlich völlig zufällig gefunden und gekauft. Erst bei weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass dieser Motor in einem der KdFs Typ 60 (Fgst. Nr. 1-019400, gebaut am 20.4.1943) eingebaut war, die am gleichen Tag wie mein Typ 60 an den gleichen Kunden, die Organisation Todt der N.S.K.K. in Berlin geliefert worden waren.

Alleine die Karosseriearbeiten dauerten drei Monate, das Ergebnis ließ sich aber sehen. Es wurde mit viel Fachkenntnis und Sorgfalt gearbeitet. Die üblichen Stellen wurden mit den Reparaturblechen von Mika und Wolfparts gemacht, viele Karosserieteile heraus-getrennt, um besser an andere Stellen heranzukommen und dann wieder zusammengefügt. Das Dach  musste aufwändig gerichtet werden, die Innenrahmen am Dach teilweise ausgetauscht.  

Der Polsterstoff wurde nach Originalmuster von Marcus Raecke angefertigt und bezogen.

Richard Hausmann